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Diese Jahr treffen wir uns zum Pfingstwochenende am Herforder Kanu Klub. Hier fließen die beiden Flüsse, Werre und die Bega, in direkter Nähe vorbei und laden zum Kanufahren ein... wenn der Wasserpegel ausreichend hoch ist. Bei traumhaften Wetter und sehr warmen Temperaturen erreichen wir nach fast zwei Stunden Fahrt mit mehr oder weniger Verkehrsstau das Vereinsgelände des Kanuclub Herford, direkt an der Werre. Dann heißt es Sachen ausladen, Zelte, Tarp`s und Proviantzelt aufbauen, sowie Wohnwagen/Campervan`s parken. Das Ganze haben wir mit passenden Getränken begleitet, um nicht zu dehydrieren. Hier zählt die Erfahrung der letzten Jahrzehnte (-:

 

Mit unseren Zelten, Campervans, Wohnwagen, zwei Kanu- und einem Transportanhänger können wir uns auf der frisch gemähten Wiese unbekümmert ausbreiten.

Mit über 30 Teilnehmenden bedarf solch ein Wochenende schon einiger Vorbereitungen und Planung. Dafür bedanken wir uns bei allen helfenden Händen hier sehr gerne. Schön ist immer wieder zu sehen, dass sich alle einbringen und helfen, von klein bis groß, von jung bis „etwas älter“! Mittlerweile sind es 3 Generation im Alter von 2-65 Jahren, die durchaus Neues oder Anderes von einander lernen können. Genau das ist Vereinsleben!

Und es gibt eine Menge zu beachten: Zeltplatz und Stellplätze anfragen, wie viele Kanu`s, Paddel, Sitzpolster, Wurfsäcke, Leinen, Schöpfkellen und Schwämme, Spanngurte, Bierzeltgarnituren, usw. benötige wir?

Nicht zu vergessen ist auch die Verpflegung:  180 Flaschen Wasser/Schorle, alkoholfreies Bier und Bier mit Ethanol, Steaks, Frikadellen, vegetarisches Grillgut, Salate, Grillkohle, Gillroste, Dreibeine samt Feuerschale, Mittagsverpflegung während der Paddeltouren. usw.

Nicht wegzudenkende sind natürlich die gegrillten, ungesunden und billigen Toasts mit noch ungesunderem Scheiblettenkäse. Was für ein Mehrwert ohne Nährwert!

 

Also, abends den Grill angezündet und bei 28°C Außentemperatur schmörgelte alles wohlriechend auf dem Grillrost vor sich hin. Die beiden Grillmeister ebenso, ob auch wohlriechend wurde zum Glück nicht diskutiert. Zum „Nachtisch“ gibt es dann noch die berüchtigten Toasts mit Scheiblettenkäse. Ein Ritual: einseitig anrösten, gebräunte Seite mit Käse belegen, wenden und 2. Seite rösten, alles was nicht schwarz verkokelt ist, findet reißenden Absatz.

Gegen 24:00Uhr kehrt die Nachtruhe für allen ein. Gegen 7:30 Uhr am kommenden Morgen drängen uns die strahlende Sonne und die rapide steigenden Temperaturen aus den Schlafsäcken. Nach leckerem Kaffee aus der Kaffeemaschine und Frühstück aus der Kühlung, Wohnwagen und Campervan sei dank,...starten wir unsere erste Kanutour auf der Bega in Höhe von Wülfer-Bexten, welche in die Werre mündet und paddeln bis zu unserem Zeltplatz. Nach ~12 km Paddelstrecke, anfangs durch üppig grün bewachsenem Flusslauf mit Hindernissen und einigen Schwalle erreichen alle unversehrt das Ziel….außer unserem 3-er Canadier, welcher schon kurz nach dem Start von der Besatzung kurzerhand in ein Tauchboot verwandelt wurde. Die Namen erwähnen wir hier nicht!

 

Nach Kaffee und Kuchen am Nachmittag und einer erfrischenden Dusche sammelen sich alle um den Grill für das Abendessen. Heute allerdings sollte sich am Ende des Grillabends die Zubereitung von Toast mit Scheiblettenkäse als echtes Problem herausstellen. Widerspenstig, klebrig, gar hinterhältig verbleibt die Käsemasse in der Folienverpackung. Frust und Ungeduld des Grillmeisters lösen das physikalische Problem der Folien-Käseverschmelzung so gar nicht. Das Zeug klebt einfach nur unappetitlich an den Fingern und lässt sich überhaupt nicht zum Toastkontakt überreden. Das Gefrierfach ist dann die Problemlösung…

 

Der folgende Tag verläuft bei gleichbleibend gutem Wetter und Laune wunderschön. Vom Kanuclub starten wir die Werre flussabwärts bis nach Löhne. Das sind 15km mit Schwalle und zwei zu umtragenden Wehre umgeben von toller Flusslandschaft, Bäumen und Wiesen. Eine feiner sandiger Flussgrund mit Sandbank animiert uns unterwegs zur ausgiebigen Badepause. Eine willkommene Abkühlung im sauberen Flusswasser. Diesmal sind auch genügend Getränke jeglicher Art in den Kanus verstaut worden, sodass wir unseren Durst bei den hohen Temperaturen gut löschen können.

 

Am Pfingstmontag gegen 12:00 ist alles wieder abgebaut, das Material in und die 9 Canadier auf den Anhängern verladen, sodass wir gegen 14:30  Uhr unser Clubhaus, die Basis in Dahl erreichen. Alles fix verstaut und das wirklich tolle Kanu-Pfingst-Wochenende ist leider schon wieder um.

So genau kann sich eigentlich niemand mehr erinnern zum wievielten Male wir Pfingsten nun schon Kanufahren! Vermutlich wird es im kommenden Jahr ein Vierteljahrhundert werden!

 

Ahoi!

 

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